Intimpflege - Worauf es ankommt!

Die Scheidenflora wird von zahlreichen nützlichen Bakterien besiedelt. Die wichtigsten davon sind Milchsäure-Bakterien mit dem bekannten Vertreter den Döderlein-Bakterien. Diese produzieren Milchsäure und sorgen so für ein saures Milieu in der Scheide, welches als Schutz gegen Krankheitserreger dient. Ist die Zahl dieser Bakterien vermindert und/oder verschiebt sich der pHWert in der Scheide in Richtung basisch, kann es beispielsweise zu Pilzinfektionen kommen.

Infektionen wirksam vorbeugen


Die richtige Pflege für den Intimbereich
Die Basis der Intimpflege ist ein tägliches Waschen mit Wasser. Dabei sollten keine gewöhnlichen Seifen oder Intimspüllösungen verwendet werden, da diese das saure Milieu in der Scheidenflora stören können. Nur seifenfreie Syndets bzw. milde Waschlotionen, die speziell für den Intimbereich vorgesehen sind, stören das empfindliche Gleichgewicht in der Scheide nicht. Weiters sind der tägliche Wäschewechsel sowie gegebenenfalls die Verwendung luftdurchlässiger Slipeinlagen unerläßlich für eine gesunde Scheide. Zum Schutz vor Darmbakterien sollte man sich immer nur von der Harnröhre Richtung Anus reinigen, auch die Benutzung eines Bidets oder Dusch-WCs ist in diesem
Zusammenhang empfehlenswert.


Den Körper gesund erhalten durch:

  • Ausgewogene, zuckerarme Ernährung
  • Meiden von Alkohol und Nikotin
  • Erhaltung des gesunden Gleichgewichts der Bakterien (auch im Darm) durch Bakterien-Präparate (Probiotika)
  • Milchsäure-Bakterien-Präparate o.ä. bereits begleitend zu einer Antibiotika-Therapie anwenden

Doch (wieder) infiziert!

Die häufigsten Auslöser für Scheideninfektionen:
Einer Scheideninfektion zugrunde liegt (fast) immer eine Störung des biologischen Gleichgewichts (Keimzahl, pH-Wert) der Scheidenflora. Diese kann sowohl durch körpereigene, wie auch durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden.


Körpereigene Einflussfaktoren:

  • Hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • Monatsblutung (basisches Blut)
  • Krankheiten, die das Immunsystem schwächen
  • Diabetes mellitus


Äußere Einflussfaktoren:

  • Antibiotika-Behandlung
  • Hormonelle Verhütungsmittel
  • Zahnkaries (Pilze im Organismus)
  • Darmpilze
  • Stress, psychische Probleme (Immunsystem geschwächt)
  • Stark gechlortes Wasser im Schwimmbad (pH-Wert)
  • Der Partner (Krankheitserreger und basisches Sperma)
  • Rauchen, Alkoholkonsum, falsche Ernährung

Was tun, wenn eine Infektion schon aufgetreten ist?

Infektionen mit Pilzen, Bakterien, Viren oder Protozoen sind möglich und haben teilweise unterschiedliche Symptomatik.


Allgemeine Symptomatik:

  • Schmerzen und Brennen, vor allem beim Geschlechtsverkehr
  • Sichtbare Rötung der vaginalen Schleimhaut
  • Starker Juckreiz
  • Unangenehm riechender, oft grünlich gefärbter vaginaler Ausfluss (Fluor)

 

Meist bleibt nur der Gang zum Arzt, um zuerst die Art der Krankheitserreger zu bestimmen, denn danach richtet sich die Behandlung, die der Arzt anordnet.

Unterstützend können Präparate mit Milchsäure-Bakterien, wie Gynophilus oder Döderlein-Scheidenkapseln angewendet werden, um das Gleichgewicht von gesunden Bakterien sowie saurem pH-Wert in der Scheide wieder herzustellen.

 

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